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FAQ

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Woran kann ich mich bei der Selbsteinschätzung meiner Fähigkeiten im Medienverzeichnis orientieren?

[Keyword: Medienverzeichnis - Selbsteinschätzung Fähigkeiten]

[B]Anfänger[/B]
hat entweder noch keinerlei Erfahrungen oder gerade erst begonnen sich in diesen Bereich der Filmproduktion einzuarbeiten. Ist bei allen Schritten noch unsicher, muß sich die Grundlagen erst erarbeiten. Fragen werden sehr allgemein gestellt und schwammig formuliert, da noch kein Basiswissen vorhanden ist. Benötigt aufwendige Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

* Beispiel Kamera: hat noch nie eine Kamera bedient, sich gerade erst eine gekauft, kann derzeit nur mit Vollautomatik filmen (Point and Shoot), schwenkt bei Dialogen zwischen den Darstellern hin und her

* Beispiel Make Up: hat keine Ahnung was man benötigt, wo man das kauft, hat noch nie jemanden ernsthaft geschminkt, der Nutzen ist nicht ganz klar

* Beispiel Beleuchtung: hat noch nie bewußt mit Licht gearbeitet, hat keine Ahnung welche Lichtleistung er benötigt und was es überhaupt an Ausrüstung gibt

* Beispiel Schauspieler: hat noch vor der Kamera gestanden, keinerlei Ausbildung oder Übung

* Beispiel Visuelle Effekte: hat noch nie mit einem Compositing Programm gearbeitet, Fachbegriffe sind ein spanisches Dorf in Mexiko, Alpha-Kanäle sind ein Fernsehprogramm aus Bayern.

Grundlagen
hat bereits ein paar mal Erfahrungen gesammelt, beherrscht und versteht die grundlegendsten Dinge. Ist in der Lage selbständig (ohne fremde Hilfe oder nachfragen) einfache Aufgaben zu lösen. Fragen können aufgrund des Basiswissens bereits gezielt gestellt werden, benötigt detailierte Anleitungen

* Beispiel Kamera: hat bereits ein paar kleine Projekte hinter sich gebracht, kann auch im manuellen Modus brauchbare Bilder machen, Bildausschnitt gelingt nicht immer (weiß aber nicht woran es liegt), kennt die wichtigsten Einstellungen der Kamera, kann eine Halbtotale von einer Nahaufnahme unterscheiden, kann einfache Szenen auflösen

* Beispiel Make Up: hat bereits mit Schminke gearbeitet, kennt die wichtigsten Utensilien, weiß in welcher Reihenfolge das Make Up aufgetragen wird, nutzt es hauptsächlich um das Glänzen von Gesichtern zu verhindern

* Beispiel Beleuchtung: hat bereits Scheinwerfer beim Dreh benutzt um die Szene aufzuhellen, die richtige Positionierung ist aber noch ein mühseliger Prozess, zum Einsatz kommen v.a. Bauscheinwerfer

* Beispiel Schauspieler: hat bereits ein paar kleine Rollen gespielt, ist in der Lage längeren Text zu behalten und halbwegs glaubwürdig wiederzugeben

* Beispiel Visuelle Effekte: hat bereits ein wenig mit Compositing Programmen gearbeitet und versteht die Grundprinzipien eines Green-/Bluescreens, Alpha-Kanälen, Masken und das Zusammenspiel von Ebenen. Ihm ist klar wozu man Keyframes benötigt. Effekte werden aber solche von Laien problemlos erkannt.

Fortgeschrittener
hat bereits einiges an Erfahrung gesammelt, beherrscht und versteht komplexere Arbeiten in der Filmproduktion, Standardaufgaben löst er ohne Nachzudenken, Fragen können oftmals bereits von alleine gelöst werden oder benötigt nur Stichwortanleitung um zur Lösung zu kommen.

* Beispiel Kamera: hat etliche Projekte hinter sich gebracht, Zusammenhang zwischen Blende, Belichtungszeit und Gain ist sonnenklar, versteht das Konzept der Zebras 70% und 100%, weiß wann er mit welcher Brennweite arbeiten muß, Bildausschnitte werden bewußt gewählt, Achsenfehler sind minimal, kann anspruchsvollere Szenen korrekt auflösen, ein wenig Erfahrung mit bewegter Kamera (Dolly, Kran, Steady), nutzt gelegentlich Tiefenunschärfe als Gestaltungsmittel

* Beispiel Make Up: hat schon viele Darsteller geschminkt, kann Frauen optisch aufwertend schminken, versteht das Konzept von Schattierung und Aufhellung, ist in der Lage einfache Effekte zu schminken (zB blaues Auge, Tränensäcke), kann Falten glätten oder Gesicht ein paar Jahre älter wirken lassen

* Beispiel Beleuchtung: arbeitet bereits mit Scheinwerfern mit Torklappen, kann Szenen ansprechend ausleuchten, versucht nicht mehr alle Schatten aus einem Gesicht wegzuleuchten sondern mit Schatten zu modellieren, Diffuser und Gels (Folien) kommen bewußt zum Einsatz

* Beispiel Schauspieler: hat bereits in einigen Projekten gespielt, ist in der Lage Emotionen vor der Kamera unverkrampft und glaubhaft ohne Übertreibung (Overacting) zu spielen

* Beispiel Visuelle Effekte: hat bereits etliche Effekte selbst durchgeführt, kann einen brauchbaren Key erzeugen, mit Partikeleffekten gezielt umgehen und im 2.5D-Raum arbeiten, kann Footage stabilisieren und neue Elemente in die Plates einfügen, Rotoscoping wirkt sauber, durch Farbkorrekturen werden die Elemente aneinander angepasst, Tracken ist kein Problem, Textanimation ebensowenig

Semi-Profi
besitzt mehrjährige Erfahrung (3+ Jahre) und hat viele Projekte absolviert, kann fast alle Aufgaben selbstständig lösen, braucht nur bei speziellen Problemen Hilfe eines Experten.

* Beispiel Kamera: hat viele Projekte (Kurz- und Langfilm) unterschiedlichster Art hinter sich gebracht, arbeitet bewußt mit Objektiven verschiedenster Bauart, nutzt Tiefenunschärfe bewußt als Gestaltungsmittel, Bildausschnitt sitzt immer, komplexe Szene können aufgelöst werden, viel Erfahrung mit bewegter Kamera (Dolly, Kran, Steady), setzt auch ungewöhnliche Perspektiven optisch ansprechend, versteht einiges von Lichtarbeit, kennt seine Kamera in- und auswendig, ist in der Lage nach kurzer Einarbeitungszeit mit Fremdkameras gleich gute Arbeit zu liefern wie mit der eigenen Kamera

* Beispiel Make Up: hat mehrjährige Erfahrung, beherrscht auch komplexeres Schminken und die meisten Spezialeffekte stellen kein Problem da, Masken wirken auch in HD glaubwürdig, besitzt ein umfangreiches Repertoire an Utensilien

* Beispiel Beleuchtung: arbeitet mit Filmscheinwerfern (Halogen & HMI), kennt die Unterschiede zwischen Open Face, Fresnel, PAR und Fläche und wann was eingesetzt wird, kann beliebige Stimmungen in einer Szene erzeugen, nutzt zusätzlich Gobos, Scrims, Netze, Superclamps, Autopoles, Softboxen udgl. mehr, kennt den Leistungsabfall über eine bestimmte Kabellänge und Durchmesser, Erfahrung mit Generatoren und Kraftstrom, kümmert sich um die Sicherheit und verlegt Kabel ohne Stolperfallen, kann auch in komplexen Lichtsetups der Kamera einen hohen Grad an Freiheit ermöglichen

* Beispiel Schauspieler: hat bereits mehrjährige Erfahrung, Sprach-, Körper- und  Schauspielkurse absolviert, kennt verschiedene Techniken zur Darstellung (Method Acting, etc), liefert solide und wiederholbare Performance bei Standardszenen, ist in der Lage seine Markierungen zu treffen und Bewegungen repetitiv durchzuführen, schwierige emotionale Szenen werden glaubwürdig dargestellt, für die Rolle wird recherchiert und geprobt, die Aussprache ist deutlich verständlich aber nicht gekünstelt

* Beispiel Visuelle Effekte: Standardeffekte gehören zum Repertoire, können rasch und glaubwürdig erzeugt werden, Setextensions, 3D-Tracking und Mattepaitings sind kein Problem, auch ungewöhnliche Probleme können gelöst werden, es wird wert auf hohe Glaubwürdigkeit der Effekte gelegt, diesen werden nur von Profis als solche erkannt

Experte
besitzt noch längere Erfahrung als der Semi-Profi (6+ Jahre als Profi), kann fast alle komplexen Probleme alleine meistern und besitzt ein umfassendes Fachwissen auf seinem Gebiet. Ansonsten unterscheidet er sich nicht so sehr vom Semi-Profi



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